Angelurlaub auf einer unbewohnten Insel

04. August 2011

Die Ostfriesischen Inseln Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge (von West nach Ost aufgelistet) zählen zu den beliebtesten Urlaubsorten in Deutschland. Weniger bekannt sind dagegen die unbewohnten Inseln Minsener Oog, Mellum, Lütje Hörn und Memmert, die ebenfalls zu den Ostfrisischen Inseln gehören. Das Minsener Ogg wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts zum Schutz der Fahrrinne der Jade nach Wilhelmshaven künstlich angelegt, Lütje Hörn nahe Borkum ist dagegen stark von der See bedroht. Für Touristen sind diese Mini-Inseln leider nicht zugänglich.

Wenn Sie davon träumen, Ihren Urlaub auf einer einsamen Insel zu verbringen, dann sollten Sie nach Norwegen reisen. Ob in der Nordsee, in der Ostsee oder in den unzähligen Binnengewässern – das skandinavische Land bietet Tausende kleine Inseln, die in der Regel unbewohnt sind. Es gibt jedoch auch winzige Inseln, auf denen nur ein einziges Ferienhaus steht – es gibt wohl kaum einen idyllischeren Ort, an dem man einen Urlaub verbringen kann. Auch wenn eine dieser norwegischen Inseln – die Insel Utoya – erst kürzlich Schauplatz einen schrecklichen Massakers wurde, gelten diese Inseln Orte der Ruhe und des Friedens. Nur mit einem Boot zu erreichen, können Sie in einem einsamen Ferienhaus in Norwegen den Stress des Alltags weit hinter sich lassen und neue Energien für Körper und Geist tanken.

Selbstverständlich ist eine solche Insel ideal für einen Angelurlaub in Norwegen geeignet: Die meisten Inseln verfügen über einen eigenen Steeg und ein kleines Boot gehört zum Inventar fast aller norwegischen Ferienhäuser. Malerische Ferienhütten in Norwegen können Sie übrigens bei Color Line buchen. Wenn Sie eine Alternative zu den Ostfriesischen Inseln suchen, dann ist ein Urlaub in Norwegen genau das Richtige.

Langeoog

19. Juli 2011

Die Insel Langeoog ist von West nach Ost betrachtet die fünfte in der Kette der deutschen Ostfriesischen Inseln die der niedersächsischen Nordseeküste vorgelagert sind. Langeoog umfasst eine Fläche von etwa 20 Quadratkilometern und hat eine Einwohnerzahl von knapp 2000. Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von rund 100 Einwohnern auf den Quadratkilometer. Die Nachbarinseln sind im Westen Baltrum und im Osten Spiekeroog.

An ihrer Nordküste kann die Insel einen gut 14 km langen Sandstrand vorweisen. Diesen schließt sich zur Mitte der Insel hin eine Dünenlandschaft an, deren Dünen teilweise eine Höhe von 20 m aufweisen. So nah am Meer gelegen muten sie schon wie kleine Berge an. Noch weiter im Inneren der Insel findet man Salzwiesen sowie einen Küstenwald vor. Eher kühlere Sommer und mildere Winter kennzeichnen das eindeutige Seeklima auf Langeoog. Dennoch treten immer wieder Extremwetterlagen auf. Historisch verbrieft sind unter anderem der Eiswinter 1829/30 und der Winter 1962/63 als sich meterhohe Eisschollen auftürmten und die Insel nicht mehr erreicht werden konnte. Damals musste Langeoog mit Hubschraubern der Bundeswehr versorgt werden.

Mit annähernd 30 000 Brutpaaren stellten die Insel und das vorgelagerte Watt als Nahrungsquelle einst eines der größten Brutgebiete für Silbermöven in Deutschland dar. Da jedoch offene Mülldeponien geschlossen wurden, ging die Zahl auf etwa 10 Prozent des damaligen Bestandes zurück. Dafür sind viele andere Vogelarten hier heimisch geworden und zahlreiche Zugvögel machen auf ihren Wanderungen in jedem Jahr hier Rast.

Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch auf Langeoog der Bädertourismus und es dauerte auch nicht mehr lange, bis eine regelmäßige Fährverbindung zum Festland aufgenommen wurde. Im Jahre 1936 nahm die mit Diesel getriebene Inselbahn ihren Dienst auf, deren Spurweite 1000 mm betrug. Erst nach dem 2. Weltkrieg jedoch prosperierte die Insel durch den Tourismus merklich und verzeichnete im Jahr 1962 schon mehr als 40 000 Kurgäste. Im Jahre 1976 wurde der Hafen gezeitenunabhängig ausgebaut, was die Erreichbarkeit der Insel deutlich verbesserte.